Fischkunde Süsswasser - Tipps & Tricks
 
 
 
In einfachen Schritten sehen Sie hier wie man es selber macht und so Geld sparen kann:
 
 
 
 
Der Umgang mit Fisch
Eine kleine Fischkunde für den Liebhaber von Süsswasserfischen
Beachten Sie im Zusammenhang mit der Zubereitung von Fisch unbedingt die hygienischen Grundsätze, die wir
für Sie zusammengestellt haben.
 
Worauf man beim Kauf achten muss:
Fische sollten in der Regel erst kurz vor der Zubereitung eingekauft werden, damit die nötige Frische garantiert
ist. Lebende Fische sollten sich lebhaft bewegen und im Wasser nach Luft schnappen. Sie dürfen keinesfalls auf
der Seite liegen oder gar auf dem Rücken schwimmen. Die Augen sollten klar und durchsichtig sein. Sie sollten
nicht hervorstehen. Die Kiemen sollten überdies rot und die Flossen straff sein.
Lagerung:
Forellen, Karpfen und Schleien werden nach Möglichkeit 2 Stunden vor dem Kochen getötet und
ausgenommen. Fisch kann sauber ausgenommen auch eingefroren werden.
Nährwert:
Fische sind reich an Eiweiss, Mineralstoffen und Vitaminen (Vitamin D). Sie haben ausserdem dank ihres meist
geringen Fettgehaltes wenig Kalorien, sofern darauf verzichtet wird, fettreiche Saucen zu benutzen. Der Fettanteil
weist zudem einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren auf. Insbesondere sind die essentiellen Omega-3-
Fettsäuren zu nennen, die in diesen Mengen ausschliesslich in Fischen vorkommen.
Zubereitung:
Edelfische werden am besten als Fischfilet oder Fischsteaks zubereitet.
Weissfische werden am besten und schmackhaftesten zubereitet, indem sie gebraten oder gebacken werden.
Wir verraten ihnen hier noch einen kleinen Trick: Werden Weissfische in rohem Zustand beidseits des
Rückengrates kurz eingekerbt, so merkt man die feine Gräte nach der Zubereitung praktisch nicht mehr.
 
 
Speisefische und Krebse aus dem Süsswasser (Teil I)
 
Eine kleine Fischkunde für den Liebhaber von Süsswasserfischen
 
Fischarten:
Aal, Alet, Aitel, Äsche, Bachforelle, Bachseibling, Balchen, Ballen, Barbe, Barsch, Blaufelchen, Blei,
Brachsmen, Döbel, Donaulachs, Egli, Felchen, Flussbarbe, Flussforelle, Flusskrebs, Giebel, Hasel, Hecht,
Huchen, Karausche, Karpfen, Kleine Moräne, Lachs, Lachsforelle, Namycush (Amerikanischer Seesaibling),
Nase, Regenbogenforelle, Rotauge, Rötel, Röteli, Rotfeder, Schleie, Seeforelle, Trüsche, Wels, Zander
 
 
Aal
Andere Namen:  F: Anguille; I: Anguilla, E: Eal
Schonzeit:  -
Mindestmass:  30 cm
Kategorie:  Edelfisch
Grösse:  Schweizerrekord: 7.2 Pfund gefangen im Jahre 1992 in der Aare; normal bis 
   2 m und 2-6 kg
 
Vorkommen / Eigenschaften:
Die Laichplätze liegen vermutlich im Sargassomeer vor dem amerikanischen Kontinent. Mit dem Golfstrom
kommen die Fische nach etwa 3 Jahren an die europäischen Küsten. Sie machen dabei eine Metamorphose vom
hochrückigen Larvenstadium (Leptocephali) zur bekannten Aalform durch. Sie bleiben bis zum Erwachsenen-
stadium in den Flüssen, um dann wieder abzuwandern. Die Hautatmung ermöglicht es ihnen, auch im Schlamm zu
überleben, sowie in der Nacht über nasses Gras von einem Gewässer zu einem nahe gelegenen anderen zu
gelangen. Aale sind in allen Binnengewässern verbreitet und werden auch in der Ost- und Nordsee gefangen.
Etwa 80 % kommen geräuchert in den Handel. Aal hat einen hohen Fettgehalt von ca. 25 % (bezogen auf die
essbaren Teile). Man unterscheidet aufgrund der Kopfform zwischen Breitkopfaal und Schmalkopfaal.
 
 

Aland

Andere Namen:  (Leuciscus idus) Aland Orfe, Nerfling, Jeese, Geese
Schonzeit:  -
Mindestmass:  -
Kategorie:  Weissfisch
Grösse:  30-40 cm, selten bis 60 cm, 0.5 - 2.5 kg, einzeln auch 4 kg
   
Vorkommen / Eigenschaften:
Die Aland kommt in der Donau und den grossen Flüssen des europäischen Teils der Sowjetunion vor, wo sie ein
wichtiger Industriefisch ist.
 
 

Alet / Aitel / Döbel

Andere Namen:  Dickkopf; F: Chevaine; I: Cavedine resp. Cavedano
Schonzeit:  -
Mindestmass:  -
Kategorie:  Weissfisch
Grösse:  20-40cm (max. 80 cm); Gewicht 3-5kg, (max. 8kg), meist 0.2-0.6 kg
 

Vorkommen / Eigenschaften:

Die Döbel kommt in fliessenden aber teilweise auch stehenden Gewässern vor (Staubecken). Sein Fleisch weist
keine allzu gute Qualität auf. Er ist aber dennoch ein beliebter Sportfisch
 
 

Äsche

Andere Namen:  (Thymallus arcticus); F: Ombre de rivière; I: Temolo
Schonzeit:  Feb.-April
Mindestmass:  30 cm
Kategorie:  Weissfisch
Grösse:  30-50cm (max. 70cm); Gewicht: 0.5-1.5 kg (max. 5kg); Schweizerrekord: 4.5 Pfund / 54 cm
 

Vorkommen / Eigenschaften:

Die Äschen besiedeln das offene Wasser in Schwärmen. Sie wechseln ihren Standort selten. In Flüssen bevor-
zugen sie Stellen, an denen träge fliessendes Wasser mit Stromschnellen abwechselt. Sportfischer stellen der
Äsche gerne mit der Fliegenrute nach. Ihr gut schmeckendes Fleisch duftet im frischen Zustand nach Thymian.
 
 

Bachforelle

Andere Namen:  (Salmo trutta), F: Truite rivière; I: trota ruscello, E: River trout
Schonzeit:  Okt.-Feb.
Mindestmass:  28 cm
Kategorie:  Edelfisch
Grösse:  30-60 cm (max. 1 m); Gewicht: 0.5-2 kg (max. 10kg); Schweizer Rekord: 16.8 Pfund / 86cm
 

Vorkommen / Eigenschaften:

Die Heimat der Bachforelle sind die kalten und sauerstoffreichen Bäche im Gebirge. Sie kommt in den mittleren
und oberen Abschnitte der Flüsse ganz Europas, des Kaukasus, Kleinasiens, Marokkos und Algeriens vor. Des
weiteren wurde sie in Australien, Neuseeland, Indien, Nordamerika und Zentralafrika eingeführt. In den Flüssen
nennt man sie auch Flussforelle. Sie findet bei uns leider immer weniger Lebensraum. Die Bachforelle wird
hauptsächlich von Sportfischern gefangen. Man fängt die Bachforelle in der Regel mit der Fliegenrute oder der
Schleppangel. Die Bachforelle gehört zu den wirtschaftlich wichtigsten Süsswasserfischen und besitzt ein Fleisch
von ausgezeichneter Qualität. Die Forelle hat etwa einen Fettgehalt von 2-6 g/100 g essbaren Anteil.
 
 

Bachsaibling

Andere Namen:  Seesaibling (Namaycush)
Schonzeit:  -
Mindestmass:  -
Kategorie:  Edelfisch
Grösse:  30-50 cm; Gewicht 1-3 kg (max. 7 kg)
 

Vorkommen / Eigenschaften:

Eine ursprünglich aus Nordamerika stammende Art des Lachses wird Bachsaibling genannt. Nach Europa wurde
er Ende des vorigen Jahrhunderts eingeführt. Bachsaiblinge gehören zu den farbenprächtigsten Süsswasser-
fischen, doch wechseln die Farben von Population zu Population und sie verändern sich auch im Laufe des
Jahres. Bachsaiblinge leben an ähnlichen Plätzen wie die Bachforelle. Auch ihre Nahrungsansprüche sind die
gleichen. Daher konkurrieren sie miteinander, was zur Folge hat, dass die Forelle den Bachsaibling meist
verdrängt.
 
 

Balchen / Ballen

Andere Namen:  Blaufelchen / Felchen / Renke
 
 

Barbe

Andere Namen:  Flussbarbe
 
 

Barsch

Andere Namen:  Egli, F: Perche, I: Perca oder Pesce persico, E: Perch
 
 

Blaufelchen / Felchen/ Renke

Andere Namen:  Balchen / Ballen, I: Coregono
Schonzeit:  Okt.-Dez.
Mindestmass:  25 cm
Kategorie:  Weissfisch
Grösse:  30-60 cm (max 1 m); Gewicht: 1-4 kg (max. 10 kg; Schweizer-Rekord: 7.5 Pfund
 

Vorkommen / Eigenschaften:

Die zu den grossen Moränen gehörende Art kommt in ganz Europa vor und wächst sehr schnell. Dies insbeson-
dere in Fischteichen, wo sie als Beifisch des Karpfens lebt. Die Blaufelchen besitzen eine hohe wirtschaftliche 
Bedeutung. In Fischteichen erhöhen sie die Produktivität, da sie mit dem hauptsächlich gezüchteten Karpfen nicht 
in scharfer Futterkonkurrenz steht. Das Fleisch ist sehr schmackhaft. Blaufelchen haben etwa einen Fettgehalt
von 2-6 g/100 g essbarer Anteil.
 
 

Brachsen / Brachsme / Brassen / Blei

Andere Namen:  F: Brème; I: Abramide (Scardova)
Schonzeit:  -
Mindestmass:  -
Kategorie:  Weissfisch
Grösse:  35-45 cm (max. 80 cm); Gewicht: 1-2 kg (max. 10 kg); Schweizer-Rekord: 13.1 Pfund / 76 cm
 

Vorkommen / Eigenschaften:

Brachsen gehören zu den karpfenartigen Fischen (Gattung Abramis). Brachsen halten sich vorzugsweise in
langsam fliessenden Gewässern, aber auch in Teichen, Stauseen und grösseren Weihern auf. Sie vertragen auch
Brackwasser. Die Brachsen werden als wichtige Wirtschafts- und Sportfische angesehen. In den freien
Gewässern stellen sie einen wesentlichen Teil der Biomasse.
Brachsmen haben etwa einen Fettgehalt von 2-6 g/100 g essbaren Anteil.
 
 

Döbel

Andere Namen:  Alet / Aitel
 
 

Egli / (Fluss-) Barsch

Andere Namen:  (Barsch Percidae), F: Perche, I: Perca oder Pesce persico, E: Perch
Schonzeit:  -
Mindestmass:  15 cm
Kategorie:  Edelfisch
Grösse:  30-40cm (max. 50 cm); Gewicht: 300-500g (max. 4-5kg); Schweizer-Rekord: 5.3 Pfund / 51 cm
 

Vorkommen / Eigenschaften:

Der Barsch (Egli) gehört zu den farbenprächtigsten Süsswasserfischen und ist in fast ganz Europa häufig und weit
verbreitet. Flussbarsche kommen an den verschiedensten Standorten in fliessenden und stehenden Gewässern
vor. Das heisst, man findet sie in stilleren Tümpeln ebenso, wie in den Oberläufen von Bächen, in Flüssen sowie
in Teichen und Stauseen. Zur Laichzeit im Frühjahr, meist von April bis Mai, versammeln sie sich zu grösseren
Schwärmen. Wegen ihres wohlschmeckenden, festen und weissen Fleisches werden die Flussbarsche sehr gern
geangelt. Egli eignet sich gut zum Braten. Sie haben einen Fettgehalt von etwa 0.7-0.9 g/100 g essbarer Anteil.
 
 

Flussbarbe / Barbe

Andere Namen:  (Barbus barbus), F: Barbeau commune; I: Barbo
Schonzeit:  -
Mindestmass:  30 cm
Kategorie:  Weissfisch
Grösse:  30-60 cm (max. 90 cm); Gewicht: 0.5-2 kg (max. 6 kg); Schweizer-Rekord 13.5 Pfund / 84 cm
 

Vorkommen / Eigenschaften:

Die Flussbarbe ist ein typischer rheophiler Fische (liebt Gewässer mit starker Strömung). Sie lebt in Schwärmen
am Grund, wo sie auch ihre Nahrung sucht. Dabei werden mit der fleischigen Schnauze Steine umgedreht. Im
Winter verringern Barben ihre Aktivität und machen eine Zeit der Winterruhe durch. Barben werden besonders
von Sportanglern gefangen, die sie hoch schätzen. Als Unterart ist die Hundsbarbe bekannt. Die beiden Arten
können durch die Flossenform unterschieden werden. Bei der Flussbarbe ist der dritte Flossenstrahl der
Rückenflosse deutlich gezähnt, bei der Hundsbarbe (Barbus meridionalis) aber glatt.
 
 

Flussforelle

Andere Namen:  I: Trota di fiume
 
 

Flusskrebs

Andere Namen: F: Ecrevisse; E: River crayfish
Schonzeit: Okt.-16. Juli
Mindestmass: 12 cm
Kategorie: Krustentiere
Grösse: bis 25 cm
 
Vorkommen / Eigenschaften:
Der einheimische Flusskrebs wird leider durch die Vermehrung des eingeschleppten amerikanischen Flusskrebs-
ses immer seltener. Er ist viel anfälliger für die sogenannte Krebspest (Pilzerkrankung). Flusskrebse können ein
Gewicht von 100 g erreichen. Die im Handel erhältlichen Flusskrebse stammen aus Einfuhren aus
südosteuropäischen Ländern, sowie aus dem asiatischen Teil der Türkei.
 
 

Giebel / Silberkarausche

Andere Namen: -
Schonzeit: -
Mindestmass: -
Kategorie: Fremdfisch
Grösse: 20-25 cm (max. 45 cm); Gewicht: 200-300 g (max. 1-2 kg)
 
Vorkommen / Eigenschaften:
Der Körperbau des Giebels ist demjenigen der Karauschen ähnlich. Er lebt in Mittel- und Osteuropa überall da,
wo auch die Karausche vorkommt. Der Giebel kommt aber bis in den Fernen Osten vor. Der in China
gezüchtete dekorative Goldfisch stammt übrigens von einer Unterart der Silberkarausche ab (C. auratus gibeho).
Heutzutage wird der Giebel in ganz Europa eingeführt, unter anderem im Zuge der Verbreitung der
pflanzenfressenden Fische. Die Meinungen betreffend der Einführung sind gespalten.
 
 

Hasel

Andere Namen: Häsling, Zinnfisch
Schonzeit: -
Mindestmass: -
Kategorie: Weissfisch
Grösse: 20-30 cm (max. 40 cm); Gewicht: 0.3-0.7 kg (max. 1 kg)

 

 
 
Vorkommen / Eigenschaften:
Im Vergleich zum verwandten Döbel (Alet) ist der gesamte Körperbau des Hasels viel graziler. Hasel
bevorzugen schnellströmende, saubere Wasserläufe. Ihr Fleisch ist von guter Qualität.
 
 

Hecht

Andere Namen: (Esox lucius), F: Brochet; I: Luccio, E: Pike
Schonzeit: Feb.-April
Mindestmass: 50 cm
Kategorie: Edelfisch
Grösse: 0.5-1 m (max. 1.5 m); Gewicht: 2-10 kg (max. bis 35 kg); Schweizer-Rekord: 42.5 Pfund 139.5 cm
 
Vorkommen / Eigenschaften:
Der Hecht kommt in allen Gewässern Mitteleuropas vor, die dem Raubfisch genügend Lebensmöglichkeiten
bieten. Der Hecht ist ein Standortfisch und zeigt ein ausgeprägtes Territorialverhalten. Er hält sich fast immer in
der Uferzone stehender Gewässer auf. Oft setzt man ihn als Beifisch in Karpfenteiche, wo er unerwünschte
Nahrungskonkurrenten dezimieren soll. Für den Sportangler ist der Hecht eines der beliebtesten Fangobjekte, da
er relativ leicht zu angeln ist. Seine Bestände sind nicht sehr hoch. Die begehrtesten Hechte sind mittelgross und
haben ein Gewicht von etwa 2.5 kg. Hecht hat im essbaren Anteil etwa einen Fettgehalt von 0.7- 0.9g/100g.
 
 

Huchen / Donaulachs

Andere Namen: (Salmo hucho)
Schonzeit: -
Mindestmass: -
Kategorie: Edelfisch
Grösse: 50-80 cm (max. 1.50 m); Gewicht: bis 50 kg
 
Vorkommen / Eigenschaften:
Der Donaulachs kommt, wie der Name sagt, nur in der Donau und ihren Zuflüssen vor. In Sibirien lebt vom
Jenissei bis zum Amur die verwandte Art "Hucho taimen". Der Donaulachs stellt hohe Ansprüche an die
Wasserqualität und insbesondere an dessen Sauerstoffgehalt. Heute werden die Huchen künstlich vermehrt.
Das Fleisch dieses geschätzten Trophäenfisches hat einen ausgezeichneten Geschmack.
 
 

Karausche

Andere Namen: (Carassius carassius) Bauernkarpfen, Steinkarpfen, Moorkarpfen
Schonzeit: -
Mindestmass: -
Kategorie: Fremdfisch
Grösse: 20-30 cm (max. 50 cm), Gewicht: 200-500 g (max. 1.5 kg)
 

 

 
Die Karausche ist ein Fremdfisch, der ursprünglich aus dem chinesischen Raum eingeführt und z.T. aus Teichen freigesetzt wurde. Diese Fischart darf in der Schweiz nicht ausgesetzt werden.
Vorkommen / Eigenschaften:
Karauschen sind karpfenartige Fische (Cypriniade) aber wesentlich kleiner als Karpfen. Sie haben am Maul
keine Barteln. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen Karausche und Giebel ist die Form des dritten
Hartstrahls der Rückenflosse. Karauschen leben in stehenden Gewässern oft unter extremen Bedingungen. Sie
können fast völlig ohne Sauerstoff überwintern und sehr lange fasten. In Osteuropa haben sie lokal teilweise eine
grössere Bedeutung, vor allem in Gewässern, wo sie eine von nur wenigen existierenden Arten sind. Sie dienen
primär als Futterfisch für Raubfische und als Angelköder. Örtlich werden Karauschen aber auch geangelt.
Die Karausche ist ein Fremdfisch, der ursprünglich aus dem chinesischen Raum eingeführt und z.T. aus Teichen
freigesetzt wurde. Diese Fischart darf in der Schweiz nicht ausgesetzt werden.
 
 

Karpfen

Andere Namen: (Cyprinus carpio), F: Carpe; I: Carpa,
E: Carp
Schonzeit: -
Mindestmass: 30 cm
Kategorie: Edelfisch
Grösse: 40-80 cm (max. 1 m); Gewicht: 2-4 kg (max. 30 kg); Schweizer-Rekord: 41 Pfund / 103 cm
 
Vorkommen / Eigenschaften:
Der Karpfen stammt wahrscheinlich ursprünglich aus den Zuflüssen zum Kaspischen Meer und des schwarzen
Meeres. Andere Quellen geben die ursprüngliche Heimat mit den Zuflüssen des Mittelmeeres, des Schwarzen
und Kaspischen Meeres sowie des Aralsees an. Weiter östlich tritt er erst wieder im Amur- und Cherelengebiet
auf und kommt nach Süden bis Burma vor. Wegen der ausgezeichneten Qualität seines Fleisches wurde der
Karpfen in Europa schon zur Zeit der Römer in künstlichen Teichen gehalten. Die Mönche übernahmen im Mittel
alter dann die Kenntnisse über die Karpfenzucht und führten sie in ganz Europa ein. Gegen Ende des Mittelalters
liess auch der Adel Karpfenteiche anlegen. In den stehenden, von der Sonne erwärmten Gewässern wurden die
Karpfen bei reichlich Nahrung allmählich hochrückiger. Diese günstige Körperform wurde bis heute durch Züch-
tung ständig gefestigt. Aus dem in Flüssen und Seen nur noch selten vorkommenden Schuppenkarpfen wurden
im Laufe der Zeit der heute im Handel vorherrschende Spiegelkarpfen, sowie die Arten Nacktkarpfen, Zeil-
karpfen und Lederkarpfen gezüchtet. Seinen Namen hat der Spiegelkarpfen aufgrund der nur wenigen, seitlich
angeordneten, grossen Schuppen bekommen (sog. Spiegel).
Karpfen sind wertvolle Nutzfische. Die im Handel erhältlichen Exemplare sind meistens dreijährige Fische mit
einem Gewicht von etwa 1.5 kg. Karpfen hat einen Fettgehalt von etwa 2-6 g/100 g essbaren Anteil.
 
 

Kleine Moräne

Andere Namen:
 
Schonzeit: -
Mindestmass: -
Kategorie: Weissfisch
Grösse:
 
 
 

Lachs / Salm

Andere Namen: F: Saumon, E: Salmon
Schonzeit: Nov.-10. Jan.
Mindestmass: 50 cm
Kategorie: Edelfisch
Grösse: bis 1.5 m
 
Vorkommen / Eigenschaften:
Der Lachs hat ein zartrosa- bis orangerosafarbiges Fleisch. Aus seinem früheren Verbreitungsgebiet in Nord-
und Ostsee ist er durch die Verschmutzung der Süsswasserzuflüsse immer mehr verschwunden. Lachse werden
heute wild nur noch im Nordatlantik, in Amerika und in Eurasien gefangen. Die Sanierung der Flüsse durch
Kläranlagen, baulichen Massnahmen an Flusskraftwerken sowie Aussetzungsversuche lassen Hoffnung
aufkommen, dass der Lachs wieder heimisch wird. Erste Meldungen über sein Auftauchen im Rhein im Raum
Basel, erwiesen sich aber bisher als falsch.
 
 

Lachsforelle

Andere Namen: F: Truite saumon; E: Salmon trout
Schonzeit:
 
Mindestmass:
 
Kategorie: Edelfisch
Grösse:
 
 
Vorkommen / Eigenschaften:
Die Lachsforelle lebt in tiefen Seen des Alpenraumes, Schottlands, Irlands und Skandinaviens. Sie wird meist in
einer Länge von 50 cm angeboten.
 
 

Namycush

Andere Namen: (Salvelinus namaycush), Amerikanischer Seesaibling
Schonzeit:
 
Mindestmass:
 
Kategorie: Edelfisch
Grösse: 50-70 cm (max. 1 m); Gewicht 3-8 kg (max. 30 kg)
 
Vorkommen / Eigenschaften:
Der amerikanische Seesaibling lebt ursprünglich in tiefen, sauerstoffreichen Seen in Nordamerika. Das
Vorkommen erstreckt sich bis nach Nordkanada und Alaska. Da das Wachstum hervorragend ist, wurde er in
Schweden, der Schweiz, Frankreich und z.T. in Bayern eingebürgert. Siehe auch Bachsaibling.
 
 

Nase

Andere Namen: (Chondrostoma nasus), F: Nase; I: Naso (Aletta)
Schonzeit: -
Mindestmass: -
Kategorie: Weissfisch
Grösse: 25-40 cm (max. 50 cm); Gewicht: 0.3-1 kg (selten bis 2 kg)
 
Vorkommen / Eigenschaften:
Die Nase lebt in den schnellströmenden Abschnitten der Flussmittelläufe. Sie kann sich aber auch an das Leben
im stehenden Wasser verschiedener Staubecken anpassen. Nasen bilden grosse, mehrere hundert Tiere zählende
Schwärme, die vom Ufer aus oft gut auszumachen sind. Beim Sammeln der Nahrung am Grund drehen sich die
Fische häufig auf die Seite und verraten sich durch das Aufblitzen ihrer Silberflanken. Die Nase zählt zu den
gefährdeten Fischarten.
 
 

Regenbogenforelle

Andere Namen: (Oncorhynchus mykiss), F: Truite arc-en-ciel; I: Trota arcobaleno (Trota iridea)
Schonzeit: Okt.-Feb.
Mindestmass: 28 cm
Kategorie: Edelfisch
Grösse: 30-90 cm (max. 1.20 m); Gewicht: 1-3 kg (max. 24 kg); Schweizer-Rekord: 15 Pfund / 76cm
 
Vorkommen / Eigenschaften:
Ihren Namen hat die Regenbogenforelle aufgrund des in allen Regenbogenfarben schillernden, breiten, rötlichen,
Seitenbandes bekommen. Sie wurde um 1880 von Nordamerika eingeführt. Auch dort war sie ursprünglich nur
an der Pazifikküste beheimatet. Regenbogenforellen sind gegen Wasserverunreinigung empfindlicher als
Bachforellen, stellen jedoch geringere Ansprüche an den Sauerstoffgehalt und die Wassertemperatur.
Die Regenbogenforelle darf heute in der Schweiz nicht mehr ausgesetzt werden. Die heute angebotenen Exem-
plare stammen aus Zuchtbetrieben und weisen normalerweise ein Stückgewicht von 250 bis 300 g auf. Sie hat in
den Forellenzuchtbetrieben die grösste wirtschaftliche Bedeutung und verdrängt die heimischen Bachforellen
immer mehr. Wegen ihres wohlschmeckenden Fleisches werden diese Forellen in Fischteichen und künstlichen
Zuchtanlagen intensiv gehalten und mit Vorliebe von Sportfischern geangelt. In letzter Zeit wird auch die Aufzucht
in Käfigen forciert, die in Talsperrenbecken verankert sind. Die Forelle hat etwa einen Fettgehalt von 2-6 g/100g essbarer Anteil.
 
 

Rotauge (Plötze)

Andere Namen:
 
Schonzeit: -
Mindestmass: -
Kategorie: Weissfisch
Grösse:
 
 
 

Rotfeder / Röteli / Rötel

Andere Namen: F: Rotengle; I: Scardola
Schonzeit: -
Mindestmass: -
Kategorie: Weissfisch
Grösse: 25-30 cm (max. 50 cm); Gewicht: 0.3-1 kg (max. bis 2 kg)
 
Vorkommen / Eigenschaften:
Die Rotfeder kann anhand der Iris des Auges und der Körperfarbe vom Rotauge unterschieden werden. Die Iris
der Rotfeder ist gelb und nicht rot, wie die der Plötze. Rotfedern leben vor allem in stehenden und langsam
fliessenden Gewässern. Sie bilden nahe der Oberfläche Schwärme, die sich aber auch in mittlere Tiefen
bewegen. Ihr Fleisch schmeckt besser als das der Plötze, hat aber ebenso viele feine Gräten.
 
 

Schleie

Andere Namen: (Tinca finca), F: Tanche; I: Tinca
Schonzeit: -
Mindestmass: 25 cm
Kategorie: Edelfisch
Grösse: 30-45 cm (max. 60 cm); Gewicht: 1-3 kg (max. 7 kg); Schweizer-Rekord: 7 Pfund/ 58 cm
 
Vorkommen / Eigenschaften:
Die Schleie ist ursprünglich in Naturgewässern mit weichem Boden und genügend Pflanzenbewuchs beheimatet.
Schleien leben im unteren und mittleren Abschnitt von Flüssen, in Teichen, Weihern, Stauseen und an anderen
geeigneten Orten. Sie vertragen auch das schwach salzige Wasser der östlichen Ostsee. Ihr Lebensraum ist der
Gewässerboden. Schleien zeichnen sich auch durch ihre grosse Widerstandsfähigkeit gegen Sauerstoffmangel
und saures Moorwasser aus. Sie wachsen viel langsamer als Karpfen und erreichen erst nach 3 Jahren ein
Gewicht von 200 bis 300 g. Die Schleien gehören zu den wichtigsten Nutzfischen. Wegen ihres guten, weiss
gefärbten Fleisches werden sie als bedeutender Bei-, resp. Nebenfisch in den Karpfenteichen und Stauseen
vieler Länder Europas gehalten.
Den Namen verdankt die Schleie ihrer schleimigen Oberfläche, über einer Art Lederhaut in die viele kleine
Schuppen eingelassen sind. Schleie hat im essbaren Anteil etwa einen Fettgehalt von 0.7-0.9 g/100 g.
 
 

Seeforelle

Andere Namen: (Salmo trutta)
Schonzeit:
 
Mindestmass:
 
Kategorie: Edelfisch
Grösse: 40-80 cm (max. 1.4 m); Gewicht von 0.8-5.0 kg (max. 30 kg).
 
Vorkommen / Eigenschaften:
Die Seeforelle gehört mit der Bach- und der Meerforelle zur Familie der Salmo trutta. Diese Forellen sind also
nicht verschiedenen Arten. Die Seeforelle lebt hauptsächlich in tiefen, kühlen Gebirgs- und Vorgebirgsseen. Sie
wandert teilweise zum Laichen in deren Zuflüsse. Der Körperbau ist identisch. Statt der roten Tupfen sind auf
den silbrigen Seiten, der Rücken- und der Schwanzflosse x-förmige, schwarze Flecken zu sehen.
 
 

Trüsche / Aalrutte

Andere Namen: I: Bottatrice
Schonzeit:
 
Mindestmass:
 
Kategorie: Weissfisch
Grösse: 60-70 cm (max. 1.2 m); Gewicht: 2-5 kg (max. 10 kg)
 
Vorkommen / Eigenschaften:
Die Trüsche ist der einzige Süsswasservertreter der Dorschfamilie. Trüschen führen ein verstecktes Leben. Sie
kommen in den Ober- und Mittelläufen von Flüssen, in einigen Teichen, in höher gelegenen Stauseen und
manchmal auch in den Unterläufen der Flüsse vor. Ziemlich häufig sind sie in der Donau und einigen ihrer
Nebenflüsse, wo sie sich nach Beobachtungen von Tauchern in Gruppen zwischen den Steinen verstecken. Das
Fleisch und besonders die Leber sind sehr schmackhaft. Obwohl sie zu beträchtlicher Grösse heranwachsen
können, haben Trüschen keine besondere wirtschaftliche Bedeutung. Die Ursache liegt daran, dass sie wegen
ihres Nachtlebens nur schwer zu fangen sind.
 
 

Wels / Waller

Andere Namen: (Siluridae)
Schonzeit: -
Mindestmass: -
Kategorie:
 
Grösse: 1-2 m (max 3 m und mehr); Gewicht: 50- 100 kg (max. bis 200 kg)
 
Vorkommen / Eigenschaften:
Der Wels hat einen langen, mächtigen Körper mit einem breiten flachen Kopf und einem grossen, gut bezahnten
Maul, in dessen Winkeln ein Paar langer, gut beweglicher und mit Knorpel verstärkter Bartfäden steht. Zwei
weitere Paare kurzer und unbeweglicher Barteln sitzen am Kinn. Welse kommen in langsam fliessenden und
stehenden Gewässern, wie Flussunterläufen, Seen und Stauseen vor. Sie werden auch in Fischteichen gehalten.
Sie leben mit Vorliebe am Boden, im tiefen Wasser, unter Wehren, in Bodenlöchern oder versteckt im Wurzel-
geflecht alter Bäume. Sie sind nachts und während der Dämmerung aktiv. Tagsüber liegen sie meist am Grund.
Welse können 30 bis 40 Jahre alt werden. Es handelt sich um einen wichtigen Nutzfisch, mit dessen künstlicher 
bei über 10 kg schweren Exemplaren ziemlich fettig. Ein besonderer Leckerbissen ist geräucherter Wels.
Aufzucht in verschiedenen Ländern begonnen wurde. Beliebt ist der Wels als Sportfisch. Sein Fleisch ist von
guter Qualität, doch ist es bei über 10 kg schweren Exemplaren ziemlich fettig. Ein besonderer Leckerbissen ist
geräucherter Wels.
 
 

Zander / Sander

Andere Namen: (Stizostedion lucioperca), F: Sandre; I: Luccioperca
Schonzeit: April-Mai
Mindestmass: 40 cm
Kategorie: Weissfisch
Grösse: 0.8-1 m (max. 1.30 m); Gewicht: 12-15 kg (max. 18 kg); Schweizer-Rekord: 23 Pfund / 101 cm
 
Vorkommen / Eigenschaften:
Der Zander ist in Europa unter den Barschen der grösste Süsswasserfisch. Sein Körper ist ideal für eine rasche
Fortbewegung in verschiedenen Wasserschichten gebaut. Die in kleinen Schwärmen lebenden Zander halten sich
im Gegensatz zum Hecht weiter vom Ufer entfernt auf. Zander werden 10-15 Jahre alt. Sie gehören zu den
wertvollsten und wirtschaftlich wichtigsten europäischen Süsswasserfischen. In jüngster Zeit verschwinden sie
allerdings an vielen Standorten oder vermehren sich nicht mehr auf natürliche Weise.
 
 
 
 
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aktualisiert 20.02.2007